Im Jahr 2018 lebten rund 13,5 Millionen Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt verstreut, die meisten von ihnen in Israel (6,6 Millionen) und in den USA (5,7 Millionen).
In Europa leben die meisten Jüdinnen und Juden in Frankreich und in Großbritannien. In Deutschland leben rund 95.000 jüdische Bürgerinnen und Bürger. Diese Zahl ist auf der Website des deutschen Innenministeriums im Jahr 2026 zu finden.
Eine weitere Statistik führt die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). Danach hatte sie 2025 in Deutschland 105 jüdische Mitgliedsgemeinden. Außerdem gab es 17 jüdische Landesverbände und sechs freie jüdische Gemeinden.
Israel ist das einzige Land auf der Welt, in dem das Judentum mehr Anhängende hat als andere Religionen. In allen anderen Ländern leben Jüdinnen und Juden in der Diaspora. So nennt man das Leben einer Minderheit unter sehr vielen Andersgläubigen.
Das Judentum kennt keine Missionierung, wodurch es neue Mitglieder bekommen könnte. Jüdinnen und Juden sind sich aber bewusst, dass die Gebote vom Berg Sinai nur für sie gelten. Wer diese Gebote halten möchte und Jüdin oder Jude werden möchte, kann konvertieren. Das Lernen, um Jüdin oder Jude zu werden, dauert jedoch lang und ist schwierig. Deshalb ist das Judentum eine kleine Religionsgemeinschaft. Sie ist aber sehr bedeutungsvoll, denn Christentum und Islam entwickelten sich aus dem Judentum.