Jona

- flieht vor Gott und landet im Fischbauch
Kirchenfenster aus buntem Glas mit der Szene von Jona im Boot, kurz bevor er vom Walfisch verschluckt wird.
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Die Geschichte von Jona steht im Ersten Testament der Bibel.
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Jona ist ein Prophet und der Name eines Buches in der Bibel. Ein Prophet überbringt den Menschen Botschaften von Gott. Das Buch Jona gehört zu den Prophetenbüchern im Alten Testament. Es erzählt von einem schwierigen Auftrag, einer Flucht und Gottes Mitgefühl. Der Name Jona kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Taube“.

Gottes Auftrag für Jona

Gott schickt Jona in die große Stadt Ninive. Dort tun die Menschen viel Böses und schaden anderen. Jona soll sie warnen: Wenn sie so weitermachen, wird ihre Stadt zerstört. Doch Gott gibt ihnen die Möglichkeit, ihr Verhalten zu ändern.

Jona will Gottes Auftrag nicht erfüllen und versucht davor zu fliehen. Er reist zum Hafen und steigt auf ein Schiff in die entgegengesetzte Richtung von Ninive. Auf dem Meer schickt Gott einen heftigen Sturm. Die Wellen werfen das Schiff hin und her. Die Seeleute fürchten um ihr Leben.

Jonas Erlebnisse auf dem Meer und im Fischbauch

Jona erkennt, dass Gott den Sturm wegen ihm geschickt hat. Deshalb bittet er die Seeleute, ihn ins Meer zu werfen. Dann würde der Sturm aufhören. Zunächst versuchen sie, das Schiff zurück an Land zu rudern. Doch der Sturm wird immer stärker. Schließlich werfen sie Jona ins Wasser. Sofort beruhigt sich das Meer.

Gott schickt einen großen Fisch, der Jona verschluckt. So rettet er den Propheten vor dem Ertrinken. Drei Tage und drei Nächte bleibt Jona im Bauch des Fisches. Dort betet er und dankt Gott für seine Rettung. Schließlich befiehlt Gott dem Fisch, Jona an Land auszuspucken.

Jona geht nach Ninive

Nun erhält Jona seinen Auftrag ein zweites Mal. Diesmal geht er nach Ninive. Er verkündet, dass die Stadt in vierzig Tagen zerstört wird. Die Bewohnerinnen und Bewohner nehmen seine Warnung ernst. Sie fasten und bitten Gott um Vergebung. Auch der König fordert alle auf, niemandem mehr Gewalt anzutun. Gott sieht, dass die Menschen ihr Verhalten ändern. Deshalb verschont er Ninive.

Jona freut sich aber nicht über die Rettung der Stadt. Er wird zornig, weil Gott die angekündigte Strafe nicht ausführt. Außerhalb der Stadt wartet er ab, was nun geschieht. Gott lässt eine Pflanze wachsen, die Jona Schatten spendet. Darüber freut er sich sehr. Doch am nächsten Morgen ist die Pflanze verdorrt. Wieder ärgert Jona sich.

Gott erklärt Jona: Schon der Verlust einer einzigen Pflanze macht ihn traurig. Dabei hat Jona die Pflanze weder gepflanzt noch gepflegt. Gott sorgt sich um die vielen Menschen und Tiere in Ninive. Ihr Leben ist ihm wichtig. Deshalb verschont er die Stadt, nachdem die Menschen ihr Verhalten geändert haben.

Jonas Bedeutung im Judentum

Für Jüdinnen und Juden ist das Buch Jona am Versöhnungstag Jom Kippur besonders wichtig. An diesem Tag bitten sie Gott um Vergebung für ihre Verfehlungen. Am Nachmittag wird das Buch Jona im Gottesdienst vorgelesen. Denn seine Botschaft passt zu diesem Tag: Gott nimmt die Umkehr der Menschen an. Wer bereut und sein Verhalten ändert, kann neu anfangen.