Spenden in den Religionen

- unterstützt bedürftige Menschen
Kollekte in einer Kirche, Korb mit Geldscheinen und Münzen
Medio TV/Christian Schauderna/Fundus
Kollekte in einer christlichen Kirche (Symbolbild). Je nach Religion gibt es verschiedene Formen von Spenden, um Bedürftige zu unterstützen. In manchen Religionen ist eine Spende Pflicht, in anderen ist sie freiwillig,
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In fast allen Religionen gibt es Formen von Spenden und Abgaben, die den Armen zugutekommen sollen. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee der Gerechtigkeit, der Barmherzigkeit und des Mitgefühls. Doch Spenden sind nicht nur eine Hilfe für Bedürftige, sondern auch ein Zeichen der Dankbarkeit für ihren Wohlstand. Sie erinnern Gläubige daran, dass Besitz vergänglich ist und gerecht geteilt werden soll. Allerdings sind die Regeln dazu in den Religionen sehr unterschiedlich.

Welche Regelungen gibt es in den Religionen?

In manchen Religionen wird ein fester Anteil des Einkommens gefordert, so zum Beispiel im Judentum und in der Sikhi. In anderen Religionen werden solche Abgaben vor allem auf Vermögen fällig und sparen Lebensnotwendiges wie Wohnung und Nahrung aus. Das trifft zum Beispiel auf den Islam und das Bahaitum zu.

Andere Religionen haben keine genauen Regeln, wie viel ein Gläubiger spenden sollte. Sie setzen aber trotzdem darauf, dass Mitleid, Barmherzigkeit und Nächstenliebe ihre Mitglieder dazu motivieren, anderen Menschen zu helfen. Stark ist dieser Gedanke zum Beispiel in Christentum, Hinduismus und Buddhismus verankert. In manchen Religionen nehmen auch Klöster oder Tempel solche Spenden entgegen.

Für viele ist darüber hinaus auch gegenseitige Unterstützung innerhalb der eigenen Gemeinschaft wichtig, wo Hilfe gebraucht wird.

Alle wollen die Welt ein bisschen besser machen

Ob mit festen Regeln oder freiwillig, alle Religionen verbinden mit dem Spenden die gleiche Idee: Wer teilt, macht die Welt gerechter und erinnert sich daran, dass Besitz Verantwortung bedeutet. Deshalb engagieren sich viele Gläubige auch ehrenamtlich in Obdachlosenunterkünften, Lebensmitteltafeln, Suppenküchen, Bahnhofsmissionen, Seniorenheimen und anderen Einrichtungen.