Beten im Hinduismus

- tägliche Puja-Zeremonien zuhause oder im Tempel
Hinduisten beten mit aneinandergelegten Händen
Роман Гашанин/pixabay
Als besonders gute Zeit zum Beten gilt für Hindus die Morgendämmerung, da dann der Geist am ruhigsten ist.
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Das Gebet ist nicht für alle Hindus gleichermaßen vorgeschrieben und hängt stark davon ab, in welcher Region jemand lebt oder wie die eigene Familie betet.

Viele Hindus beten täglich, häufig morgens und abends. Als besonders gute Zeit gilt die Morgendämmerung, da dann der Geist am ruhigsten ist. Allgemein gibt es aber keine festgeschriebene Zeit zum Beten.

Das Gebet findet zuhause am Hausaltar oder im Tempel statt. Das wichtige Ritual beim Beten heißt Puja. Dabei werden eine Öllampe angezündet, Blumen und Opfergaben dargebracht, eine Glocke geläutet und ein Mantra aufgesagt. Im Tempel führt ein Priester mindestens drei Mal am Tag die Puja durch - morgens, mittags und abends. Am Ende der Puja werden die Opfergaben unter den Menschen im Tempel verteilt, die dann miteinander essen. Zuhause teilen Hindus die Opfergaben mit der Familie, Bekannten oder den Nachbarn.

Beim Gebet ist es wichtig, gewaschen zu sein, saubere Kleidung zu tragen sowie die Schuhe auszuziehen. Damit zeigen Hindus den Göttinnen und Göttern ihren Respekt.

Das Gebet an sich kann bei jedem anders aussehen. Einige sagen Mantren auf, andere singen oder meditieren. Dabei bitten sie um Schutz, Gesundheit, Glück oder bedanken sich bei Gott für das Leben.

Beten in den Religionen
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